Blitzschutz für Wien, Niederösterreich und Burgenland

"Der kompetente Profi in Sachen Blitzschutz"

Ist man bei Gewitter auf einem Boot oder Schiff sicher?

 

Blitzeinschläge in Sportboote und Schiffe auf hoher See, auf Binnengewässern oder in Häfen kommen relativ selten vor. Dies mag mit der Grund sein, weshalb dem Blitzschutz an Bord - also dem gefahrlosen Ableiten des Blitzstromes ins Wasser - nicht immer die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dabei können auf dem Wasser durch Blitze ebenso wie auf dem Land erhebliche Personen- und Sachschäden entstehen. Diese Risiken lassen sich jedoch in den meisten Fällen mit einfachen Maßnahmen entscheidend verringern:"

Motorkreuzer und Segeljachten aus Stahl:

Konstruktionsbedingt besteht eine durchgehend elektrisch leitende Verbindung von der Mastspitze (Topp) bis zum stählernen Schiffskörper. Dadurch ist nach dem Faradayschen Prinzip optimaler Schutz gegeben. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass vorhandene Brennstofftanks elektrisch gut leitend mit dem Rumpf verbunden sind, damit bei Blitzschlag keine brand- oder explosionsgefährlichen Entladungsfunken überspringen können!

Segelboote aus Holz oder Polyester mit außenliegendem Metallkiel oder metallenem Schwert:

Bei Segelbooten wird der Blitz fast immer in den Mast einschlagen und die Wanten oder Stage als Entladungsweg benutzen. Diese stählernen Spann- und Haltedrähte sind als Ableiter aber nur geeignet, wenn sie einen Durchmesser von mindestens sechs Millimeter aufweisen und mit den Haltepunkten auf Deck sowie mit dem metallenen Kiel oder Schwert elektrisch leitend verbunden sind. Ist ein Mast aus Aluminium vorhanden, genügt eine leitende Verbindung zwischen Mastfuß und Metallkiel beziehungsweise Metallschwert.

 

Boote aus Holz oder Polyester mit eingebettetem Ballast:

Sofern nicht schon beim Bau des Bootes geeignete Schutzmaßnahmen getroffen wurden, kann eine Blitzschutzanlage nur sehr schwer nachträglich montiert werden. In diesem Fall bietet sich die sogenannte "Leine-über-Bord-Methode" als behelfsmäßiger Blitzschutz an: Am unteren Ende von Wanten oder Stagen (mindestens sechs Millimeter Durchmesser) wird an beiden Seiten des Bootes je ein acht Millimeter dickes Kupfer- oder rostfreies Stahlseil mit einer Spezialklemme befestigt. Die beiden Seile müssen außenbords mindestens 1,5 Meter tief ins Wasser tauchen. Provisorische Befestigungsmittel anstelle der im Fachhandel erhältlichen Spezialklemmen sollen nicht verwendet werden, da an mangelhaften Verbindungsstellen zwischen Wanten oder Stagen und Seilen bei Blitzschlag Funken überspringen und Brände verursachen können. Außer den Spezialklemmen sind auch komplette Blitzableiter in handlicher Ledertasche, bestehend aus einem mindestens drei Meter langen Kupferseil und passender Klemme, erhältlich!

 

Sonstige Boote aus Holz oder Polyester ohne Blitzschutz:

Wird man in einem solchen Boot von einem Gewitter überrascht, kann man die Ankerkette als Erder
benutzen, indem man sie mehrmals um das Vorstag wickelt und ins Wasser hängen lässt. Allerdings sollte man diese Maßnahme schon vor Gewitter- beginn treffen, da ansonsten die Gefahr besteht, über das Stag vom Blitz getroffen zu werden.

Einige weitere Ratschlage:

  • Während eines Gewitters nie auf Deck stehen bleiben
  • Keine Wanten, Stage oder andere metallene Gegenstände berühren
  • Bei vorhandener Blitzschutzanlage regelmäßig und nicht erst während eines Gewitters kontrollieren, ob der Potentialausgleich, das heißt die Verbindung aller metallisch leitenden Einrichtungen an Bord mit dem Blitzableiter in Ordnung ist.